Aschkenas
In der jüdischen Erinnerungskultur

Im kollektiven Gedächtnis erzeugt der Begriff Aschkenas verschiedene Assoziationen und war einem kontinuierlichem Wandel unterlegen.

formen der erinnerung

Lange Zeit bestand die Erinnerung an Aschkenas als eine, an einen räumlich und zeitlich bedingten Gegenstand. Das heißt: Aschkenas war und bestand ungefähr bis in das 17. Jhd. und stellt einen aus dieser Zeit gewachsenen Schatz an Erfahrungen dar.  

 

Es entstehen zwei Erzählungen:

  1. Von der Erinnerung an die SchuM-Städte und dem Bild Aschkenas als einer Wiege der Kultur und der Blüte des europäischen Judentums

  2. Aschkenas als Ort der Konfrontation mit dem Christentum, der Verfolgung, des Antijudaismus und des Widerstands
  • Die Verfolgungen und Pogrome im Rahmen des ersten Kreuzzuges und das Aufkommen des Märtyrertums (1096n.d.Z.) 

  • Die antijudaistischen Verfolgungen im Zuge der großen Pest, die Entstehung antijudaistischer Stereotype (1349 n.d.Z.) 

  • Die „Verhängnisse von 1648/49“, bezeichnet die Kosaken-Verfolgungen in Polen und Litauen, daraus resultierende Vertreibungen.

Förderung

Festjahr 2021 jüdisches Leben in Deutschland

Kooperationspartner 
„Rückkehr nach Aschkenas“

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